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Grünoase Garten – Leben mit der Natur

Jetzt erwachen die Gärten zu neuem Leben. Wollen Sie sich selbst ein kleines Paradies erschaffen? Hier erfahren Sie, auf was Sie achten müssen.

Seit mehr als 5000 Jahren ist er nachweislich Bestandteil menschlicher Kultur – der Garten. In dieser Zeit hat er unterschiedlichste Funktionen erfüllt: als Nutzfläche, Ort der Entspannung und Kreativität, als Statussymbol oder Kulturgut. Unsere Großeltern nutzten ihn zum Anlegen von Gemüsebeeten, Pflanzen von Obstbäumen und der Aufzucht bestimmter Nutzpflanzen. Während der Garten im privaten Bereich früheren Generationen eher als Raum für Nützliches diente, schmückten sich Herrscher mit besonders prächtigen Gärten. In Städten flanierte man in öffentlichen Gartenanlagen, auf dem Land war ein Garten für die Versorgung der Familie zuständig. Im Laufe der Zeit hat sich die Funktion des Gartens gewandelt. Wer solch einen Naturraum sein Eigen nennen darf, hat unzählige Möglichkeiten, diesen zu gestalten. Ob modern, klassisch oder ausgefallen, ein Garten eignet sich hervorragend, um der Fantasie freien Lauf zu lassen. Ein Gartenbesitzer sollte sich bewusst machen, was er aus seinem persönlichen Paradies machen möchte, bevor er mit der Gestaltung beginnt. Optionen wie Gartenwege, Bepflanzung, Pool oder Teich, Terrasse, Raum für die Kinder, Zaun oder Hecke, aber auch die Frage nach der Pflege des fertigen Schmuckstückes wollen wohl überlegt sein. Im Bereich Gartengestaltung gibt es wahre Künstler ihres Faches, die aus den kleinsten Gärten Prachtstücke zaubern können. Mit Geduld, Fachwissen und Liebe zum Detail ist es aber auch möglich, mit der ganzen Familie ein eigenes kleines Paradies zu kreieren.

Badspaß im Gartenteich

Bietet der Garten ausreichend Platz für einen Teich, gibt es mehrere Varianten, einen solchen anzulegen. Neben Gartenteichbecken aus Beton und unterschiedlichen Fertigteichen, kann dieser auch relativ einfach selbst realisiert werden. Mit Hilfe von Teichfolie, die in der ausgehobenen Grube ausgelegt und an den Rändern mit Erde oder Steinen befestigt wird, lässt sich solch ein Biotop sogar gemeinsam mit den eigenen Sprösslingen anlegen. Fische und Wasserpflanzen runden das Projekt ab, aber auch die Nutzung als Schwimmteich bietet sich an, sofern er groß genug ist. Ist der Garten für einen klassischen Teich zu klein, stellt ein Topfteich eine gute Alternative dar.

Der Gartenweg

Gartenwege führen vom Wohnhaus zu den wichtigsten Punkten des Gartens und lassen sich mit Hilfe von Rasengittersteinen, Rindenmulch, Kies oder Holzpflaster anlegen. Wer sich für Kies entscheidet, sollte bedenken, dass solch ein Weg bei Regen schlammig werden kann. Bei der Verwendung von Holz ist darauf zu achten, nur imprägnierte Materialien zu verwenden, Natur- oder Kunststeine sind manchmal nicht frostresistent. Für die Materialauswahl ist eine fachliche Beratung von Vorteil, um genau abwägen zu können, was sich eignet bzw. welche Kosten auf Sie zukommen können. 

Die Bepflanzung

Was die Bepflanzung angeht, lohnen sich genaue Überlegungen zum Thema „Was erwarte ich mir von den Pflanzen, die in meinem Garten wachsen und gedeihen?“ Zunächst einmal ist es nicht besonders sinnvoll, in diesem Bereich zu sparen und dadurch vielleicht krankes oder sterbendes Grünzeug zu erwerben. Des Weiteren kann der Rat von Fachleuten weiterhelfen, welche Bäume, Blumen oder Hecken auf dem vorhandenen Boden am besten wachsen, was zueinander passt, wie pflegleicht und robust die Auswahl ist usw. Wer kleine Kinder hat, sollte giftige Pflanzen aus dem Garten entfernen bzw. gar nicht erst einpflanzen. Ein Garten stellt in Bezug auf Wachstum und Entstehung eine Geduldsprobe für jeden Besitzer dar, denn in einem Garten setze eine gute Entwicklung erst nach fünf Jahren ein, wissen Gartenexperten. Viele tierische Organismen entstehen erst im Laufe der Zeit und sind wichtig für den gesamten Garten. 

Das Kräuter-, Blumen- oder Gemüsebeet

Beete lassen sich relativ einfach in einer Ecke des Gartens anlegen, sind auch für Kinder geeignet, die so viel über die Natur lernen, sind nützlich und schön anzusehen. Ihre Sprösslinge können aktiv zur Gartengestaltung beitragen, haben einen Bereich, für den sie direkt verantwortlich sind und halten sich regelmäßig im Garten auf. Wer seine Pflanzen vor Schnecken schützen möchte, aber auf die chemische Keule unbedingt verzichten will, sollte über die Anschaffung von Laufenten nachdenken. Diese fressen die Schnecken auf und sorgen bei Ihren Kindern sicher für großes Entzücken. Eine Alternative zur Laufente stellt die Bierfalle dar, mit der sich die gefräßigen Weichtiere leicht einfangen lassen. Es ist zwar ärgerlich, wenn Pflanzen an- oder aufgefressen werden, diesem Problem aber mit chemischen Substanzen entgegenzuwirken, ist oft der falsche Weg – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die im Haushalt lebenden Kinder.

Zaun oder Hecke?

Eine Grundstücksbegrenzung ist dann sinnvoll, wenn sich die Gartenbesitzer vor neugierigen Blicken schützen möchten, verhindern wollen, dass kleine Kinder das Grundstück verlassen oder wenn ungebetene Gäste wie Hunde ferngehalten werden sollen. Bei der Errichtung eines Gartenzaunes müssen Holz- oder Metallpfosten 60 cm tief im Boden angebracht werden  - Metallpfosten auf einem Betonfundament, Holzpfosten mittels eines Metallschuhs im Boden.

Zäune lassen sich durch den Einsatz von Kletterpflanzen verschönern, was vor allem in kleinen Gärten einen angenehmen Effekt hat. Eine Hecke hat den Nachteil, dass sie einige Zeit zum wachsen benötigt und kleine Tiere nicht davon abhält, einzudringen. 

Der Kinder-Garten

Viele Eltern ziehen mit der Begründung „Wir haben ja dann einen Garten, das ist vor allem für die Kinder schön“ um, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob dieser überhaupt kindgerecht ist. Ein aufgeräumter, genau geplanter Garten wird Kinder kaum zum Spielen animieren. Wer klare Linien bevorzugt, kann seinen Kleinen einen bestimmten Bereich zur Verfügung stellen, der durch Hecken, Bäume, Erdhügel und eigene Pflanzen zum persönlichen Abenteuerspielplatz wird. Dadurch werden die Blumenbeete (und die Nerven der Eltern) geschont und die Kinder leben im Einklang mit der Natur. Häufig ersetzen Bäume wie die Trauerbirke Spielhäuser, Weiden werden zu Klettergerüsten, Rasenflächen zum Fußballplatz. Vor allem im Sommer verbringen die Heranwachsenden vermutlich mehr Zeit draußen als ihre berufstätigen Eltern. Im eigenen Garten befinden sie sich in einem geschützten Raum, sind an der frischen Luft und können sich austoben.

Entscheiden sich Eltern für die weniger naturbelassene Variante, gilt: Spielgeräte wie Klettergerüste oder Schaukeln müssen regelmäßig überprüft, Sandkisten immer abgedeckt werden. Für Kinder gefährliche Gartengeräte sollten im Kinder-Garten gar nicht oder nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Kleinen nicht anwesend sind. 

Terrasse und Grillplatz

Der grüne Lebensraum wird vor allem im Sommer zum zweiten Wohnzimmer. Deshalb ist neben Begrünung, Planung sowie Realisierung verschiedener Wünsche das Thema Gartenmöbel ein äußerst Wichtiges. Wer gerne grillt, kann mit Steinplatten eine Terrasse im Garten anlegen oder robuste Gartenmöbel auf dem Rasen platzieren. Neben einem großen Tisch und ausreichend Stühlen sollten Grill und Zubehör Platz finden, um schöne Abende in natürlicher Umgebung verbringen zu können. Sonnenliegen oder eine Hollywoodschaukel runden das Bild ab, denn Sie laden zum Entspannen ein. Eine vom Haus aus steuerbare Beleuchtung sollte auf einer Terrasse nicht fehlen, Fackeln bzw. Kerzen sorgen außerdem für ein romantisches Ambiente.

Es ist mitnichten einfach, bei der Gartengestaltung die Bedürfnisse aller Beteiligten zu befriedigen, denn häufig bleibt die Natur auf der Strecke, wenn der Mensch seine Finger im Spiel hat. Da es sich bei einem Garten um ein funktionierendes Ökosystem handeln sollte, das für alle Lebewesen von Nutzen ist, sollte man bei seiner Gestaltung diesen Faktor mit bedenken. Ein perfekt gestyltes Ambiente wirkt oft unnatürlich, außerdem will es ständig gepflegt werden, denn Pflanzen lassen sich nicht am wachsen hindern. Des Weiteren sollten sämtliche Familienmitglieder beim Thema Garten gehört oder miteinbezogen werden.

Egal, für welchen Gartentyp man sich entscheidet, ob gepflegt oder wild wuchernd, Pflege braucht jeder Garten. Die wild wuchernde Wiese sollte zwei Mal im Jahr gemäht werden, während der englische Rasen regelmäßiger Zuwendung benötigt. Im Großen und Ganzen sollte das eigene Stück Natur vor allem Ruhe und Gelassenheit in das Leben seiner Besitzer bringen, denn: Unkraut vergeht nicht, das ist ein Naturgesetz.

Foto: Shutterstock

 

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