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Geben Großeltern Autismus weiter?

Den Forschern nach ist es jedoch denkbar, dass stille Mutationen an die Enkel weitergegeben werden. Experten warnen indes zur Vorsicht und betonen, dass Autismus die Folge einer ganzen Reihe von Faktoren ist. Allein in Großbritannien leidet mehr als einer von 100 Menschen an Autismus. Frühere Studien haben nahegelegt, dass ältere Väter über ein höheres Risiko verfügen, Kinder mit Autismus zu haben. Jetzt gehen britische, schwedische und australische Wissenschaftler aber davon aus, dass das Risiko nicht nur von einer Generation auf die nächste, sondern über Generationen hinweg übertragen werden kann. Die stillen Mutationen dürften keine offensichtlichen Auswirkungen auf die eigenen Kinder der älteren Väter haben. Sie dürften sich in folgenden Generationen jedoch ansammeln, mit anderen Genen und Umweltfaktoren interagieren und so das Autismusrisiko der Enkel erhöhen.

In Summe eher geringes Risiko
Die Wissenschaftler nutzten nationale schwedische Datenbanken und analysierten die Daten mit der Diagnose Autismus. Zusätzlich wurden die Daten von über 30.000 nicht erkrankten Personen inklusive des Alter ihrer Eltern und Großeltern untersucht. Es zeigte sich, dass Männer, die im Alter von 50 Jahren oder mehr eine Tochter hatten, 1,79-fach so wahrscheinlich einen Enkel mit Autismus hatten als Männer die zwischen 20 und 24 Jahren Vater wurden. Ältere Väter mit Söhnen hatten 1,67-fach wahrscheinlich einen Enkel mit dieser Krankheit. Laut den Fachleuten ist das Risiko zwar erhöht, bleibt aber doch eher gering. Einer der Autoren der Studie dazu: „Wenn man sich in höherem Alter für ein Kind entscheidet, kann das Auswirkungen haben. Das sollte berücksichtigt werden. Leider verfügen wir derzeit über keine genauen Zahlen in Hinblick auf das Risiko. Die meisten Kinder mit älteren Vätern oder Großvätern haben jedoch keine gesundheitlichen Probleme.“

Was ist Autismus?
Autismus wird von der Weltgesundheitsorganisation zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Er wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscherund Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz zeigt. In den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, das sich oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr bemerkbar macht.


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