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Neues Zuhause für quirlige Publikumslieblinge

Sie sind gesellig, quirlig und bei ihnen ist immer etwas los: Die Schwarzschwanz-Präriehunde zählen zu den Publikumslieblingen im Tiergarten Schönbrunn

Nun haben sie ihr neues altes Zuhause bezogen. In den vergangenen Monaten wurde die bestehende Präriehund-Anlage umfassend umgestaltet. „Die Anlage wurde bereits 2010 eröffnet und war mittlerweile in die Jahre gekommen. Jedes Element der neuen Präriehund-Anlage wurde entsprechend der Biologie der Tiere gestaltet. So können diese ihrem natürlichen Verhalten nachgehen“, erläutert Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck, der sein Know-how in den Planungsprozess eingebracht hat. 

Für die Tiere ist ein natürlich gestalteter Lebensraum mit mehreren Ebenen entstanden. Sowohl unter- als auch oberirdisch gibt es nun vielfältige Rückzugsmöglichkeiten, die die Nager besonders nachts und während der Jungenaufzucht benötigen.

Präriehunde stellen besondere Anforderungen an ihren Lebensraum. Die sozialen Tiere leben in Familienverbänden, die sich teils zu riesigen Kolonien zusammenschließen. „Sie verbringen viel Zeit in unterirdischen Tunneln und Bauten, die sie selbst graben. Die neu konzipierte Anlage bietet daher ein vorab angelegtes Tunnelsystem, das die Tiere erweitern können“, so Kurator Rupert Kainradl, MSc. 

Auch bei der Bepflanzung wurde auf die Bedürfnisse der Tiere geachtet. Verschiedenste Gräser und dichte Sträucher bieten den Tieren Schutz und dienen zugleich als Nahrung. Die bestehenden Beobachtungskuppeln fügen sich nun organisch in die Landschaft ein. Dank dieser können Besucherinnen und Besucher nach wie vor das rege Treiben der Präriehunde auf Augenhöhe erleben.

Foto: Daniel Zupanc